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Am anderen Ende des Links - Anatomie eines Links

Immer wieder kommt einem das Schlagwort Konventionen unter, wenn man über das Thema Usability von Websites spricht oder liest. Am Beispiel des Links werden wir Ihnen erklären, warum Konventionen im Webdesign so wichtig sind.

Zuerst betrachten wir einmal die Anatomie eines Links, also dessen Aufbau:

Link = Oberfläche + Funktion + Ergebnis

Es gibt die verschiedensten Arten von Links, diese unterscheiden sich durch ihren Aufbau. Jede Link-Art löst bei den Usern gewisse spezifische Erwartungen aus und so entstehen Konventionen. Die User wissen also, was sie von einer bestimmten Link-Art erwarten können, da sie durch das Benutzen von Websites, unbewußt gelernt haben, was die einzelnen Link-Arten bedeuten.

Wird eine Linkart falsch angewendet, bricht man also eine, der im Web entstandenen Konventionen und dies läßt bei den Usern Verwirrung entstehen.

Betrachten wir die drei Elemente, aus denen ein Link besteht, etwas näher.

Die Oberfläche - Dies ist der sichtbare Teil eines Links, also das, was der User auf dem Bildschirm sieht und als Link erkennt (oder bei schlechten Links, auch nicht als Link erkennt). In den meisten Fällen besteht die Oberfläche aus einem Bild oder Text, es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, wie Image-Maps, unsichtbare GIFs oder DIVs und ähnliches, die zur Oberfläche gehören können.
Die Gestaltung und Position der Oberfläche, wecken im User die Erwartung auf ein bestimmtes Ergebnis. Eine Oberfläche, in Bezug auf eine bestimmte Link-Art, ist dann gut, wenn des erwartete Ergebnis jedes Users, mit dem tatsächlichen Ergebnis überein stimmt.

Die Funktion - Durch anklicken der Oberfläche eines Links wird ein betimmtes Ergebnis ausgelöst, dies bezeichnen wir als Funktion. Wenn ein Link nicht richtig oder gar nicht funktioniert, ist es defekt: 404 Error Seite nicht gefunden, eine falsche Seite wird geladen, ...
Defekte Links stören die Usability einer Website sehr, da im User sofort die Frage entsteht, welche Links noch veraltet und defekt sind. Sein Vertrauen in die Website wurde beeinträchtigt und damit verkürzt sich in der Regel seine Aufenthaltsdauer.

Das Ergebnis - Meistens ist das Ergebnis für den User sichtbar, eine Website wird geladen, ein Download beginnt, eine Installation wird gestartet oder ähnliches. Für eine benutzerfreundliche Website bedeutet dies immer, dass die User das richtige Ergebnis kennen und erkennen sollen, bevor sie noch auf die Oberfläche klicken.

Die User erkennen welches Ergebnis hinter einer Oberfläche steckt, durch dessen Gestaltung und Positionierung. Das kennen bestimmter Ergebnisse und deren Verbindung zu bestimmten Link-Arten, bilden die Konventionen in Bezug auf eben dies Link-Arten.

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